Doctoral Networks

Doktorandenausbildung im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts.

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Ziel der Maßnahme

Doctoral Networks sind europäische Netzwerke von Einrichtungen zur strukturierten Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Ziel ist die Erweiterung ihrer wissenschaftlichen und allgemeinen Kompetenzen innerhalb eines exzellenten internationalen, interdisziplinären und intersektoralen Forschungs- und Ausbildungsprogramms. Wichtig ist hierbei die Beteiligung von Einrichtungen sowohl aus dem akademischen als auch aus dem nicht-akademischen Sektor. Es gibt drei Varianten der Doctoral Networks:

Teilnehmende Einrichtungen und Teilnahmevoraussetzungen

  • Doctoral Networks (DN): Das Netzwerk muss aus mindestens drei Einrichtungen aus drei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten oder Assoziierten Staaten bestehen, davon mindestens ein Teilnehmer aus einem EU-Mitgliedstaat.
  • Industrial Doctorates (ID): Zusammenschluss von mindestens drei Einrichtungen aus drei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten oder Assoziierten Staaten, davon mindestens ein Teilnehmer aus einem EU-Mitgliedstaat. Eine Einrichtung muss aus dem nicht-akademischen Sektor kommen. Die Doktorandinnen und Doktoranden müssen 50 % der Zeit im nicht-ademischen Sektor verbringen.
  • Joint Doctorates (JD): Das Netzwerk muss aus mindestens drei Einrichtungen aus drei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten oder Assoziierten Staaten bestehen, davon mindestens ein Teilnehmer aus einem EU-Mitgliedstaat. Darüber hinaus müssen mindestens drei Einrichtungen über das Promotionsrecht verfügen.

Alle Doktorandinnen und Doktoranden müssen in ein Doktorandenprogramm eingeschrieben sein, bei den Joint Doctorates in mindestens zwei Programme.

In allen drei Varianten können weitere Einrichtungen, auch aus Drittstaaten, als volle oder assoziierte Partner eingebunden werden.

Teilnehmende Forscherinnen und Forscher

In den Doctoral Networks ist ausschließlich eine Förderung von Doktorandinnen und Doktoranden vorgesehen. Diese können für einen Zeitraum von drei Monaten bis maximal drei Jahren in einem Netzwerk eingestellt werden.

Mobilitätsregeln

Die in einem Netzwerk eingestellten Doktorandinnen und Doktoranden können aus jedem Land kommen, es gibt keinerlei Beschränkungen bezüglich deren Herkunft. Es gilt die grundsätzliche Mobilitätsregel der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen: Aufenthalte können nicht in einem Land erfolgen, in dem die Forschenden zum Zeitpunkt der Rekrutierung bereits mehr als zwölf Monate während der letzten drei Jahren ansässig und / oder tätig gewesen sind.

Laufzeit der Förderung

Die Laufzeit der Doctoral Networks beträgt maximal vier Jahre, innerhalb derer einzelne Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Personenmonate ausgebildet sowie weitere Aktivitäten des Netzwerks durchgeführt werden können.

Finanzieller Rahmen

Neben der Unterstützung für die Einstellung von Doktorandinnen und Doktoranden erhalten Netzwerke finanzielle Unterstützung für die Durchführung der Ausbildungs-, Forschungs- und Netzwerkaktivitäten.
Die Zuwendung errechnet sich anhand der geförderten Personenmonate und umfasst Pauschalen für Personalkosten, Projektkosten sowie Management- und Gemeinkosten. Das Maximalbudget für Doctoral Networks liegt bei 360 Personenmonaten. Für Industrial Doctorates und Joint Doctorates können maximal 540 Personenmonate beantragt werden.

Bewerbung

Anträge für Doctoral Networks werden von Konsortien eingereicht, wobei eine Einrichtung als Koordinator fungiert.

Bewerbungen einzelner Forscherinnen und Forscher erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt direkt bei den durchführenden Einrichtungen auf die von diesen ausgeschriebenen Positionen. Freie Stellen für Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen werden unter anderem auf EURAXESS Jobs veröffentlicht.

Bewerbungsaufruf

Den aktuellen Bewerbungsaufruf finden Sie auf unserer Seite Bewerbungsaufrufe.

Wiedereinreichung

Projektanträge, die bei einer MSCA-Doctoral-Networks-Ausschreibung unter Horizont Europa eingereicht wurden und weniger als 80 % erhalten haben, dürfen bei der nächsten Ausschreibung nicht erneut eingereicht werden.