Die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen im Überblick

Eine Wissenschaftlerin und ein Wissenschaftler arbeiten in einem LaborZiel der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen ist die Schaffung eines starken Pools von europäischen Forschenden und Forschungs- und Innovations-Personals sowie die Steigerung der Attraktivität Europas für Forschende.

Bei den Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen gibt es keine vorgegebenen wissenschaftlichen Disziplinen oder Gebiete ("bottom-up approach"). Die Forschenden sind bei der Antragstellung frei in der Wahl ihres vorgeschlagenen Forschungsthemas, mit Ausnahme der Nuklearforschung.

Die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen gliedern sich in insgesamt fünf Bereiche. Jeder der Bereiche adressiert mit einzelnen Maßnahmen unterschiedliche Aspekte innerhalb der Gesamtzielsetzung:

  • Bereich 1: Ausbildung von Nachwuchsforschenden
    Unterstützung der Karriereperspektiven von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern durch strukturierte Forschungsausbildung in Netzwerken von Einrichtungen: Innovative Training Networks (ITN).
  • Bereich 2: Individualförderung von erfahrenen Forschenden
    Unterstützung der Karriereentwicklung erfahrener Forscherinnen und Forscher durch individuelle Forschungsprojekte zur Erweiterung ihrer Fähigkeiten: Individual Fellowships (IF).
  • Bereich 3: Personalaustausch
    Unterstützung der internationalen und/oder sektorübergreifenden Kooperation und des Wissenstransfers durch Personalaustausch im Rahmen von Kooperationen zwischen Einrichtungen: Research and Innovation Staff Exchange (RISE).
  • Bereich 4: Kofinanzierung für Mobilitätsprogramme
    Unterstützung von regionalen, nationalen oder internationalen Mobilitätsprogrammen für Doktoranden und erfahrene Forschende, die mit den Prinzipien von Charter & Code im Einklang stehen: Co-funding of Regional, National and International Programmes (COFUND).
  • Bereich 5: Weitere Maßnahmen
    Unterstützung der Verbesserung von Laufbahnaussichten und anderer Aspekte von Karrieren in der Forschung in Europa durch allgemeine Begleitmaßnahmen (zum Beispiel European Researchers' Night (NIGHT), Studien und Analysen).

Neben dieser Gliederung nach verschiedenen Zielsetzungen gibt es eine weitere Unterteilung der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen: Man unterscheidet institutionelle und individuelle Maßnahmen, je nachdem, ob die Antragstellung durch eine bzw. mehrere Einrichtungen oder durch individuelle Forschende in Kooperation mit der Gasteinrichtung erfolgt.

Bei den institutionellen Maßnahmen reichen Einrichtungen bzw. Gruppen von Einrichtungen Vorschläge bei der EU für umfangreichere Projekte und eine Reihe von Forschermonaten innerhalb dieser Projekte ein. Die daraus resultierenden Stellen werden, abhängig von der Maßnahme, extern ausgeschrieben oder es werden Beschäftigte der durchführenden Einrichtungen eingebunden. Die Stellenausschreibungen müssen in jedem Fall auf EURAXESS veröffentlicht werden; daneben werden andere Ausschreibungsoptionen erwartet.

Bei den Individualmaßnahmen erfolgt die Antragstellung durch einen individuellen Forschenden in Kooperation mit einer Gasteinrichtung, durch die letztendlich das Einreichen des finalen Antrags erfolgen muss. Unterstützt werden Kompetenz- und Karriereentwicklung erfahrener Forscherinnen und Forscher im Rahmen eines individuellen Forschungsaufenthaltes innerhalb oder außerhalb Europas.